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Juni
5.

Ich - Geek, Nerd, Außenseiter und sozial inkompetent?

— Dieser Eintrag gehört zu den weniger reifen Beiträge (sowohl textlich als auch inhaltlich), den ich im nachhinein “bereue”. So denke heute schon längst nicht mehr, ich lasse ihn aber aus prinzipiellen Gründen stehen und lösche ihn nicht.

Ein Thema, mit dem ich mich schon sehr lange beschäftigen wollte. Ich denke, jetzt habe ich Zeit und Lust dazu, denn dafür werde ich ziemlich weit ausholen müssen.
Es fällt mir schwierig, einen Einstieg zu finden, da ich zu diesem Thema so viel zu sagen hätte. Nun gut, ich versuche es einigermaßen strukturiert rüberzubringen.

Es passiert mir oft, dass ich auf der Straße von Fremden (manchmal kenn ich sie vom Sehen her) angequatscht werde, gerade hier im relativ gemütlichen Zetel (mit der “jeder-kennt-jeden”-Atmosphäre). Generell lassen sich diese Leute in vier Gebiete gliedern:

  1. Die Rassisten. Mit diesem (leicht übertriebenen) Wort meine ich diejenigen, die -aus welchem Grund auch immer- es lustig finden, mit mir auf chinesisch zu reden. Ich entschuldige mich dann meistens für meine Nichtkenntnis dieser Sprache, nehme es also mit Humor.
  2. Die Perspektivlosen. Wie ich grade das Wort “Rassist” benutzt habe, bin ich es jetzt selber ein ganz kleines Stück. Denn meistens sind es Leute türkischer Abstammung (ich hasse das Wort “Türken”, es klingt so abwertend bzw. ist mit Negativem behaftet), die ich jetzt meine. Sie sprechen mich darauf an, wie schlau ich doch sei und tun so, als ob ich einen Weltrekord aufgestellt habe. Meistens sind sie ein bisschen bemitleidenswert, weil sie scheinbar selbst nichts auf die Reihe bekommen und denken, ich wäre “höher” als sie. Meistens sind sie ganz freundlich, aber ich stelle trotzdem klar, dass Können nicht vom Himmel fällt und überhaupt, dass ich garnicht sooo höchstintelligenz bin. Dazu gleich mehr
  3. Die Respektlosen. Auf den ersten Blick scheinen sie den Perspektivlosen zu ähneln, aber nach kurzer Zeit fällt folgendes auf: Sie empfinden mich nicht als Vorbild (was ich übrigens natürlich nicht erwarte und will), sondern tun so, als ob ich ein Arschloch wäre. Getreu dem Motto “Scheiß Gymmis”, verstärkt durch meine Überspringen, entgegnen sie mir mit Beleidigungen und Fertigmachen.
  4. Die Durchschnittlichen. Wie der Name schon verrät, ist diese Gruppe oft vertreten. Meistens reden sie mehr oder weniger normal mit mir, aber ich merke deutlich, diesen gewissen Abstand, den sie vor mir haben. Ich bin ihnen anscheinend “nicht ganz geheuer”.

Selbstverständlich sind Leute nicht 100%ig in solche Schubladen zu stecken.

weiterlesen!

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Mai
25.

Blogparade: Entspannungsfrage

Silke und Bastie wollen wissen, wie ich mich am besten entspannen kann:

Wie kommt ihr nach einem stressigen Tag zur Ruhe? Setzt ihr Euch einfach vor die Glotze, macht ihr Sport, telefoniert mit Euren Freunden, hört Musik, surft bissle im Netz, lest ein Buch…

Wenige Vorgaben, das gibt mir entsprechend mehr Raum. ;)
Als Schüler hat man ja des öfteren einen stressigen Tag hinter sich. Da stellt sich entsprechend die Frage: “Was jetzt?”
Für mich ist das sehr vielfältig. Es hängt von der “Stressart” ab: Es gibt Freundschaftsstress, Zeit- und Leistungsdruck, Körperliche Erschöpfung…
Vor dem Abendessen versuche ich mir meistens die Zeit mit Fernsehen oder Sport (ersteres öfter…) zu vertreiben - das ist die körperliche Entspannung.
In der Regel findet man mich jeden Abend in ICQ online. Natürlich habe ich auch eine Away Statusnotiznachricht, da findet man Gesprächsstoff, weil ich da normalerweise jeden Tag reinschreibe, was mich bedrückt, was ich scheiße fand oder wieso ich mich freue - sehr wertvolle Informationen (also sprecht mich doch mal darauf an)! Während ich also gemütlich vor mich hinsurfe läuft meine Lieblingsmusik im Hintergrund, der ich in Denkpausen (also wenn ich nicht grade Tippe oder lese) auch mal meine volle Aufmerksamkeit gebe. Musik ist für mich einfach Entspannung pur, ob Rockig oder Soft. Ich genieße solche Momente einfach, wenn mein aktuelles Lieblingslied mit voller Lautstärke aus meinem starken 5.1 Dolby Surround System mein Zimmer durchflutet ;). Diese Atmosphäre ist einfach traumhaft und unbeschreiblich.
Vor dem Schlafen lese ich dann noch ein bisschen in einem guten Buch.
Diese (fast-)täglichen Entspannungsrituale helfen mir einfach, den Tag nocheinmal révu gehen zu lassen und einfach abzuschalten. :)

Schönen Abend noch,

meine Unterschrift

Mai
24.

Twitter-Winter

Überall heißt es “Twitter - der zweite Frühling” und so weiter. Twitter sei ja DAS Web 2.0 Projekt…

Bevor ich es kannte lahmte es mich nur an und ich dachte mir: Was soll es bringen, zu schreiben, was man grade tut?. Dann las ich die vielen Blogeinträge, von Leuten, die auch so dachten aber jetzt total begeistert wären. Wenn es so toll sein soll, kann ja Probieren nicht schaden ;)!

Also schnell registriert und angefangen. Zunächst kam es mir ganz lustig vor. So ein “Bloggerchat” war es teilweise. Jemand schreibt, dass ihm der Kaffee ausgegangen ist, daraufhin kommt etwas wie “*kaffee rüberschieb*” oder “dann musst du wohl heute ohne auskommen, was für mich ja unmöglich wäre”. Belangloses Getratsche.

Doch mit der Zeit kamen immer mehr, die mich gefollowed haben und andersrum. Man verlor den Überblick, Jeden Tag eine Welle von sinnlosen Nachrichten. Die Hälfte davon waren Werbungen für neue Blogposts. Es fiel mir verdammt schwierig, eine Antwort auf meinen Tweet zu finden, da nach 5 Minuten wieder gefühlte 200 Nachrichten drin waren. Es war einfach unübersichtlich. Man konnte kein vernünftiges Gespräch führen (was viele aber versuchten, sodass ich versuche herrauszufinden worauf sich eine bestimmte Message bezog - erfolglos), geschweige denn alle Sachen lesen.

So ist für mich der Twitter-Frühling vorbei, einfach weil ich keinen Reiz dafür empfinde. Winter halt.

meine Unterschrift

April
9.

Gefährliche Tricks

Auf Prosieben kommt manchmal die Sendung Galileo Mystery. Eigentlich bin ich sowieso kein großer Fan davon, weil die “Aufmache” etwas übertrieben ist. Das “Expertenteam” tut immer so, als ob es jetzt live irgendetwas weltbewegendes entdeckt hätte. Dann noch diese coolen Fachsimpeleien, unterstützt von Hologrammen und 3D-Simulationen. Wie auch immer, darauf möchte ich nicht weiter eingehen.

Es geht mir um die Folge vom 4. April mit dem Titel “Wehr dich! – Die Kunst der Selbstverteidigung”. Es wurden generelle Tricks -natürlich von Experten auf dem Gebiet (Selbstverteidigungstrainer etc.)- anhand einer Beispiel Situation gezeigt. Dazu gab’s dann eine tolle Animation, die die Knochen und Muskel der Schauspieler des Angreifers und Verteidigers, wo man genau sehen konnte wohin geschlagen wurde. Um noch wissenschaftlich zu beweisen, dass das wehtut, gab es für jeden Trick einen extra Dummy, der eine “sehr realistische” Nachstellung war, mit Sensoren ausgestattet. Es wurde die Schlagkraft verkündet und gesagt, dass es doch wehgetan hat ;). Die typische Vorgehensweise von GM halt.

Was ich aber ausdrücklich kritisieren will ist, dass diese Verteidigungstechniken als zu selbstverständlich vorgestellt worden sind. Man bekam das Gefühl, dass kann man immer machen, wenn jemand einen anfasst, Selbstverteidigung halt. Nur ganz am Ende kam ein dezenter Hinweis, dass ja die Flucht weiser ist und so…
Soweit ich mitbekommen habe, konnte man mit dem Beckenschlag neben dem Becken innere Organe ernsthaft verletzen. Die Sache mit den Augen macht den Angreifer blind, das Klatschen auf die Ohren lässt das Trommelfell platzen - Folge: taub. Achja, mit dem Griff an den Hals bricht der Kehlkopf und man erstickt.
Was ich damit sagen will: Der Angreifer hat zwar böse Absichten, aber nicht immer. Vielleicht wollte er die Person ja garnicht kidnappen oder so. Mit diesen “nützlichen Techniken” zerstört man den Rest seines Lebens. Blind oder Taub zu sein ist nicht gerade schön. Und tot sein ist eigentlich auch nicht schön.

Galileo Mystery hätte lieber einfache Möglichkeiten zeigen sollen, den Gegner aus dem Gleichgewicht zu bringen, ihn Schmerzen zuzufügen (aber dann wirklich nur Schmerzen!) um dann weglaufen zu können - denn das ist die wahre Selbstverteidigung.

Wenn man jemanden lebensgefährlich verletzt und dann einfach weitergeht, kann ich mir kaum vorstellen, das als Notwehr zu bezeichnen!

PS: hier noch einen Teil zum anschauen: Video

meine Unterschrift

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