April
9.

Gefährliche Tricks

Auf Prosieben kommt manchmal die Sendung Galileo Mystery. Eigentlich bin ich sowieso kein großer Fan davon, weil die “Aufmache” etwas übertrieben ist. Das “Expertenteam” tut immer so, als ob es jetzt live irgendetwas weltbewegendes entdeckt hätte. Dann noch diese coolen Fachsimpeleien, unterstützt von Hologrammen und 3D-Simulationen. Wie auch immer, darauf möchte ich nicht weiter eingehen.

Es geht mir um die Folge vom 4. April mit dem Titel “Wehr dich! – Die Kunst der Selbstverteidigung”. Es wurden generelle Tricks -natürlich von Experten auf dem Gebiet (Selbstverteidigungstrainer etc.)- anhand einer Beispiel Situation gezeigt. Dazu gab’s dann eine tolle Animation, die die Knochen und Muskel der Schauspieler des Angreifers und Verteidigers, wo man genau sehen konnte wohin geschlagen wurde. Um noch wissenschaftlich zu beweisen, dass das wehtut, gab es für jeden Trick einen extra Dummy, der eine “sehr realistische” Nachstellung war, mit Sensoren ausgestattet. Es wurde die Schlagkraft verkündet und gesagt, dass es doch wehgetan hat ;). Die typische Vorgehensweise von GM halt.

Was ich aber ausdrücklich kritisieren will ist, dass diese Verteidigungstechniken als zu selbstverständlich vorgestellt worden sind. Man bekam das Gefühl, dass kann man immer machen, wenn jemand einen anfasst, Selbstverteidigung halt. Nur ganz am Ende kam ein dezenter Hinweis, dass ja die Flucht weiser ist und so…
Soweit ich mitbekommen habe, konnte man mit dem Beckenschlag neben dem Becken innere Organe ernsthaft verletzen. Die Sache mit den Augen macht den Angreifer blind, das Klatschen auf die Ohren lässt das Trommelfell platzen - Folge: taub. Achja, mit dem Griff an den Hals bricht der Kehlkopf und man erstickt.
Was ich damit sagen will: Der Angreifer hat zwar böse Absichten, aber nicht immer. Vielleicht wollte er die Person ja garnicht kidnappen oder so. Mit diesen “nützlichen Techniken” zerstört man den Rest seines Lebens. Blind oder Taub zu sein ist nicht gerade schön. Und tot sein ist eigentlich auch nicht schön.

Galileo Mystery hätte lieber einfache Möglichkeiten zeigen sollen, den Gegner aus dem Gleichgewicht zu bringen, ihn Schmerzen zuzufügen (aber dann wirklich nur Schmerzen!) um dann weglaufen zu können - denn das ist die wahre Selbstverteidigung.

Wenn man jemanden lebensgefährlich verletzt und dann einfach weitergeht, kann ich mir kaum vorstellen, das als Notwehr zu bezeichnen!

PS: hier noch einen Teil zum anschauen: Video

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Januar
30.

Papier ist gefährlich

Es ärgert mich jedesmal wieder: Papier als Schnittwaffe!
Was unsere heutige Welt ohne Papier wäre! Doch es ist so nervig, wenn man beim Umschlagen einer Seite in einem Buch etwa sich mit dem Papier schneidet.

Ich musste jetzt mal einfach die Luft rauslassen, weil’s mir grade passiert ist, und beim tippen tut es jetzt weh -.-

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